Verkehrssicherheit

Weltweit sterben laut Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich mehr als 1,2 Millionen Menschen im Straßenverkehr, bis zu 50 Millionen werden verletzt. In Deutschland sterben jedes Jahr über 3.000 Menschen an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Vor allem für ungeschützte Verkehrsteilnehmerinnen und -nehmer – zu Fuß Gehende und Zweirad Fahrende – ist das Risiko hoch.

Nachhaltige Verkehrssicherheitsforschung und Verkehrssicherheitsarbeit sind seit je her unabdingbar, um eine sichere Mobilität auf unseren Straßen zu gewährleisten und die Menschen vor Schäden zu bewahren. Das AZT begleitet diese Entwicklung seit fast 50 Jahren durch eigene Studien, Gremienarbeit und Sicherheitskampagnen. Dabei wird stets auch auf die Wechselwirkung im System Mensch-Fahrzeug-Umwelt wert gelegt und Sicherheit als Ergebnis aus sicheren Menschen, sicheren Fahrzeugen und einem sicheren Umfeld begriffen.

Hierzu analysiert die Unfallforschung im AZT unter vielfältigen Fragestellungen Kraftfahrzeugschäden im Detail anhand repräsentativer Stichproben aus versicherten Schäden. So lassen sich zum Beispiel Informationen zu Unfallhergang oder Verletzungsschwere gewinnen und es können Häufigkeiten bestimmter Unfalltypen oder Vermeidungspotenziale erforscht werden. Die Untersuchungen reichen von leichten Sach- bis hin zu schwersten Personen-schadenunfällen mit Pkw, Lkw, Motorrädern oder anderen Fahrzeugklassen.

 

Themen sind unter anderem: 

 

Die Sicherheitsforschung im AZT beleuchtet in Aufprallversuchen, unfallanalytischen Fallarbeiten, Befragungsstudien und statistischen Auswertungen Probleme der Biomechanik, der Mensch-Maschine-Interaktion und des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer. Im Fokus stehen hier besonders gefährdete Gruppen wie Senioren oder junge Fahrer und das Risikoverhalten der Autofahrer wie etwa die Ablenkung.

 

Themen sind unter anderem: 

 

Verkehrssicherheitsfilm "Schon Gewusst? - Der tote Winkel"

 

Die Erkenntnisse der AZT Forschung zur Verkehrssicherheit fließen nicht nur in Maßnahmen und Empfehlungen zur Schadenprävention ein, sondern dienen auch der Produktentwicklung der Allianz Gesellschaften zum Wohle der Kunden. Kraft-Haftpflicht-, Unfall- oder Flotten-Versicherungen können sich an den Bedürfnissen und Risiken der Verkehrsteilnehmer orientieren. Über unternehmensübergreifende und internationale Arbeitsgruppen und Projekte fließen Ergebnisse außerdem in verbesserte Normen und Standards und offizielle Positionen und Forderungen der Sicherheitsgremien und Verbände ein.  So wirken Experten des AZT u. a. bei der Erarbeitung von Beschlüssen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) mit.

 

Unfallanalyse im AZT

BioRid - Dummy für Heckaufprallversuche

Das Allianz Zentrum für Technik unterstützt die Unfallanalyse, den technischen Innendienst und den Schadenaußendienst der Allianz bei unfallanalytischen Fragestellungen zur Insassenbelastung, zur Plausibilität und zur Kompatibilität sowie bei besonders komplexen Schadenfällen. Die Schadenfälle werden mit modernster Software rekonstruiert und simuliert oder sogar in Versuchen nachgestellt. 

Außerdem werden regelmäßig Untersuchungen zu aktuellen Themen in der Unfallanalyse, Unfallrekonstruktion und Insassenbelastung veröffentlicht. Das Wissen daraus wird bei Workshops, Sachverständigentrainings, Kongressen oder Tagungen intern sowie extern weitergegeben.

 

Diese Untersuchungen umfassen die Bereiche

  • Insassenbelastung mit Schwerpunkt HWS-Distorsion

  • Unfälle mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern

  • Allgemeine Haftpflichtschadenfälle

  • Pkw-Kleinkollisionen

  • Ladungssicherung (Video)

 

Ladungssicherung

Versuche zum Thema Ladungssicherung