Themen aus dem AZT

In Forschungsprojekten und Studien untersuchen die Experten des AZT regelmäßig unterschiedliche Fragestellungen der Automobiltechnologie sowie der Verkehrssicherheit. Die erarbeiteten Ergebnisse fließen sowohl in interne Schulungsmaßnahmen und Prozesse als auch in öffentliche Publikationen und Kampagnen ein. 

  • Hagelscanner: Die Fahrzeuge der betroffenen Allianz Kunden werden mit modernster Technik begutachtet.


    12. Juli 1984 um kurz vor 20 Uhr: Ein knallgelber Himmel kündigte die Hagelkatastrophe von München an. Eine gespenstische Kulisse. Minuten später brach ein Inferno los: Riesige Eiskörner bis zu der Größe eines Tennisballs prasselten auf Menschen, Tiere, Häuser, Autos, Felder und Gärten.  

    Die Bilanz: Drei Tote, mehr als 300 Verletzte, über 200.000 beschädigte Autos und weitere Sachschäden in Höhe von mehr als drei Milliarden Mark innerhalb von 20 Minuten - das bis dahin größte Schadenereignis in der Geschichte der deutschen Versicherungswirtschaft. Damals war die lackschadenfreie Ausbeultechnik noch nicht bekannt, so dass jede Delle ausgeklopft, gespachtelt und lackiert wurde. Die Kfz-Reparaturkosten lagen somit bei den meisten Kraftfahrzeugen über dem Zeitwert, so dass ein Totalschaden vorlag. 1984 gab es noch keine Laptops, so dass ein Gutachten für die Sachverständigen im AZT viel zeitintensiver und aufwendiger war als heute. Alle Dellen, durchschnittlich zwischen 50 und 250 pro Fahrzeug, wurden händisch gezählt und erfasst.


    Eine Zeitungsanzeige der Allianz im Jahr 1984.


    Am Pfingstmontag 2019 wiederholte sich ein ähnliches Unwetter, wieder in der Region in München. Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern krachten in der Nacht auf Dienstag durch Auto- und Fensterscheiben und sorgten für zahlreiche weitere Schäden an Gebäuden.

    Viele Autos gleichen einer Mondlandschaft. Sie sind überzogen mit Dellen, verursacht durch Hagelkörner. Derzeit geht die Allianz von bis zu 20.000 beschädigten Fahrzeugen aus. Der gesamte Aufwand für Autos und in der übrigen Sachversicherung wird auf rund 190 Mio. Euro geschätzt. Dies bedeutet Hochbetrieb in der Schadenregulierung.


    In der Werkstatt des AZT werden die beschädigten Fahrzeuge besichtigt.


    Um die Vielzahl der Schäden schnell, effizient  und kundenorientiert zu bearbeiten, hat die Allianz acht Hagelbesichtigungszentren eingerichtet – eines davon im Allianz Zentrum für Technik. Hier kümmern sich mehrere Kfz-Sachverständige seit dem 17.06.2019 um die Begutachtung der Hagelschäden an den Autos der Allianz-Kunden. Das Besondere dabei: Ein moderner Hagelscanner, der nach Massenschadenereignissen durch Unwetter die schnelle, automatisierte Erfassung der Hagelschäden an den Kfz ermöglicht, unterstützt die Allianz-Kollegen bei Ihrer Arbeit. So ist es im Regelfall möglich, innerhalb sehr kurzer Zeit ein Gutachten zu erstellen. Außerdem bietet die Werkstatt des AZT die perfekte Infrastruktur, um den organisatorischen Ablauf bestmöglich zu gewährleisten. 


    Bereits 2017 hat sich das AZT in einem wissenschaftlichen Projekt mit den Auswirkungen von Hagel auf verschiedene im Fahrzeugbau verwendete Materialen beschäftigt. Informationen zu diesem Praxistest sind in unserem Thema "Hagelschaden" einzusehen.

    Die Ergebnisse sind in dem folgenden Video zusammengefasst:


  • Das AZT hat die bereits im letzten Jahr in Deutschland veröffentlichten Anforderungen an den Virtuellen Schlüssel in Zusammenarbeit mit internationalen Instituten (RCAR) zu einem weltweit anwendbaren Standard weiterentwickelt. „Damit ist erstmalig ein globaler Standard zur IT-Sicherheit im Diebstahlschutz bei Kraftfahrzeugen geschaffen worden, der einheitlich in allen Märkten als Grundlage für Entwickler wie auch als Basis für die Regulierung von Totaldiebstählen durch Versicherer genutzt werden kann“, sagt Jochen Haug, Schadenvorstand der Allianz.

    Die internationale Arbeitsgruppe RCAR stellt in diesem Dokument die Anforderungen an die Virtual Vehicle Keys (VVK) aus Sicht der Versicherung dar. Die Anforderungen sollen insbesondere die Zugangs- und Fahrberechtigungen sichern. Die Fahrzeughersteller können durch die Erfüllung dieser Anforderungen bei der Systemkonzeption eventuellem Missbrauch vorbeugen. Gleichzeitig werden die Anforderungen an das Underwriting und die Forensik im Schadensfall berücksichtigt. 


    Die Anforderungen an den virtuellen Fahrzeugschlüssel, nach internationalem RCAR Standard,  können hier heruntergeladen werden.


    In der aktuellen Allianz Pressemitteilung sind weitere Details zum Virtuellen Fahrzeugschlüssel zu finden.



  • „Trotz guter Erfolge in den letzten Jahren weist das Thema Fußgängersicherheit noch erhebliches Verbesserungspotenzial auf. 4.000 verletzte und in manchen Jahren bis zu 70 getötete Fußgänger in Österreich können und dürfen nicht einfach hingenommen werden.“

    Dieses Statement von Xaver Wölfl, Vorstandsmitglied der Allianz Österreich, verdeutlicht die internationale Relevanz des Themas Fußgängersicherheit.

    Am Mittwoch, den 22. Mai, wurde in Wien die Allianz Fußgängerstudie den österreichischen Pressevertretern vorgestellt. Xaver Wölfl und Dr. Jörg Kubitzki, Verkehrspsychologe vom AZT und Autor der Studie, stellten ausgewählte Ergebnisse vor und stellten sich den Fragen der Journalisten.

    Der Bericht der Allianz Österreich sowie die zugehörige Pressemitteilung können hier abgerufen werden.



  • Das AZT beabsichtigt die AZT-Lackkalkulation mittels Zeit- und Materialstudien zeitnah zu überprüfen. Hierzu werden AZT-Mitarbeiter sowohl alle für eine Lackierung benötigten Arbeitsschritte als auch die jeweiligen auftragsbezogenen Materialverbräuche für ein oder mehrere Lackieraufträge erfassen, bevor sämtliche Daten abschließend ausgewertet werden. Um eine repräsentative Basis an unterschiedlichen Lackiervorgängen berücksichtigen zu können, möchte das AZT die freiwillige Unterstützung von interessierten Lackierereien in Anspruch nehmen. Gerne würde das AZT in unterschiedlichen Lackierbetrieben in Deutschland, Österreich und der Schweiz diverse Zeit- und Materialstudien unter realen Bedingungen durchführen.

    Sollten Sie prinzipiell Interesse haben, das AZT bei den AZT-Lackstudien zu unterstützen, finden Sie weitere Informationen hier, oder im Downloadbereich unter "Lack".

  • Im Fahrzeug: Joachim Müller, Vertriebsvorstand Sachversicherung der AZD, rechts daneben: Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik


    Weniger Sound. eMobilität. E-Roller.

    Am Samstag, den 25. Mai, drehten die Rennautos der Formula-E in Berlin ihre Runden. Die Formula-E ist ein familienfreundliches Event mit einem großen Rahmenprogramm rund um das Rennen. Spielerisch erfahren die Besucher die Zukunft der Mobilität und können sich über klimafreundliche und nachhaltige Wirtschaft informieren. Viele große Unternehmen waren abseits der Strecke auf dem Tempelhofer Feld vertreten. Auch die Allianz präsentierte sich als ein Partner des Motorsports mit einem Stand im Sponsorenareal. Joachim Müller, Vertriebsvorstand Sachversicherung der Allianz Deutschland, und Herr Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik, waren bereits am Vortag vor Ort. Im Gespräch mit der Unternehmenskommunikation erklärte Joachim Müller warum sich die Allianz bei der Formula-E engagiert: „Für uns ist Nachhaltigkeit ein extrem wichtiges Thema. Wir sind seit 2013 klimaneutral, arbeiten daran, dass wir künftig auch den kompletten Strom für alle weltweiten Gesellschaften aus grünem Strom erzeugen, und ich finde Formel E unterstützt dieses Ziel enorm. Das, was im Formel-Sport immer die Vorreitertechnologie ist, kommt am Ende später auf die Straßen. Und deshalb sind wir hier.“


    In diesem Jahr stand besonders der E-Roller bei diesem Event im Mittelpunkt. Ab 15. Juni sind E-Roller erlaubt, wenn sie versichert sind. Die Allianz will mit günstigen Tarifen neue Mobilitätskonzepte fördern. Joachim Müller kündigt an, „wir werden Marktführer bei E-Roller sein“. Das ausführliche Interview mit dem Tagesspiegel können Sie hier nachlesen.


  • Isabella Ostermaier (im Bild rechts) erhält von Dr. Andrea David den ADAC Nachwuchspreis


    Isabella Ostermaier, ehemalige Masterandin im Bereich Unfallforschung des Allianz Zentrum für Technik, wurde für ihre Masterarbeit zum Thema „Wirksamkeitsanalyse von automatisierten Fahrfunktionen“ mit dem UFO Nachwuchspreis 2019 der ADAC Stiftung ausgezeichnet.

    Im Rahmen des Symposiums für Unfallforschung und Verkehrssicherheit wurde der Preis am 2. und 3. April 2019 verliehen. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Automatisierten Fahrens (SAE Level 3 und 4) auf die Verkehrssicherheit. In ihrem Vortrag beim UFO-Symposium wurde deutlich, dass das Unfallvermeidungspotenzial von automatisierten Fahrfunktionen in den nächsten 20 Jahren leider nicht so hoch wie erhofft ausfällt.

     

    Durch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich Unfallforschung und Straßensicherheit möchte die ADAC Stiftung jungen Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten der Fachwelt vorzustellen. Die Auswahl der diesjährigen Preisträgerin wurde vom UFO Expertenbeirat, einem mit externen Fachleuten besetzten Gremium, getroffen. Der Preis wurde von Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung, übergeben.

     

    Die ehemalige TU Studentin, Isabella Ostermaier, ist seit Oktober 2018 Projektmanagerin in der Unfallforschung im ADAC Technik Zentrum in Landsberg.

      

    Das AZT Team gratuliert Isabella Ostermaier!



  • Eine aktuelle Verkehrssicherheitsstudie der Allianz zur Mobilität und Sicherheit von Fußgängern zeigt, welche Unfallsituationen am gefährlichsten sind, wie hoch das Ablenkungspotenzial durch Smartphone & Co. ist und welche Technik helfen kann, Unfälle zu vermeiden.

    Die Sicherheit von Fußgängern bleibt ein wichtiges Thema. Noch immer sterben in Deutschland jährlich mehr als 400 Fußgänger im Straßenverkehr  (2018: 457). Trotzdem werden Fußgänger im Rahmen der Verkehrssicherheit häufig nicht eigenständig betrachtet. Fußgängersicherheit darf nach Ansicht der Allianz aber nicht im breiten Spektrum der Probleme „ungeschützter Verkehrsteilnehmer“ untergehen und Fußgänger benötigen eine eigenständige Außendarstellung. Aus diesem Grund wurde von Dr. Jörg Kubitzki, Unfallforscher im Allianz Zentrum für Technik, die Studie „Sicher zu Fuß – Mobilität und Sicherheit von Fußgängern“ erarbeitet.

    Kernergebnisse der Studie sind unter anderem:

    • Mehr als die Hälfte der getöteten Fußgänger ist älter als 64 Jahre.

    • Ablenkung spielt auch bei Fußgängern eine wichtige Rolle. Musikhören und Texten sind besondere Unfallrisikofaktoren.

    • Jede vierte Fußgängerkollision ereignet sich beim Rückwärtsfahren.

    • Eine verbesserte Fußgängererkennung und automatisches Notbremsen sind auch beim Rückwärtsfahren erforderlich.

    • Die Allianz empfiehlt eine Aktualisierung der Fußgänger-Charta des Europaparlaments.

    Weitere Informationen können Sie der Studie sowie der zugehörigen Pressemitteilung entnehmen.



  • „Von O (stern)  bis O (ktober)“. Diese Regel kennt nahezu jeder Autofahrer und sie bezeichnet das alljährlich zweimal fällige Wechseln der Fahrzeugbereifung. Viele Autobesitzer sind dabei gezwungen, ihre Pkw-Räder von A nach B zu transportieren. Gerade bei Kompaktwagen stellt das Transportieren der Räder zum Reifenwechsel eine größere Herausforderung dar, da die Reifen aus Platzgründen nicht liegend im Kofferraum transportiert werden können. In vielen Fällen werden die Räder deshalb aufrecht nebeneinander in den Laderaum gestellt und die Rückbank in ihrer Arretierung gelöst, da sich sonst die Heckklappe nicht schließen lässt.

    So praktisch dieses Vorgehen ist, so gefährlich kann es allerdings auch werden: Bereits bei kleinen Unebenheiten oder Bremsungen kann die Rückbank umfallen und die Reifen gegen die Vordersitze oder zwischen diesen hindurch rollen. Dies ist nicht nur eine enorme Ablenkung für den Fahrer sondern birgt auch ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Zur Veranschaulichung zeigt das AZT Mitschnitte einer normalen Fahrt sowie aus einem Crashversuch. Die Ergebnisse können Sie in dem Video am Ende der Seite sehen.

    Der Transport von ungesicherten Rädern im Pkw-Innenraum kann nicht nur gefährlich werden sondern entspricht auch nicht den gesetzlichen Vorgaben. Gemäß § 22 der Straßenverkehrsordnung ist die Ladung in einem Fahrzeug so zu sichern, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin und her rollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.

     Für den Radtransport im Pkw sind deswegen folgende Punkte zu beachten:

    • Entweder legt man die Räder in den Laderaum und zurrt diese einzeln nieder oder man stellt die Räder aufrecht nebeneinander in den Laderaum und zieht einen Zurrgurt durch die Verzurrösen des Fahrzeugs und mittig durch die Felgen.

    • Die Sicherung muss dabei mit geeigneten Zurrgurten (GS-Zeichen, unbeschädigt, ausreichend Zugkraft) erfolgen.

    • Die maximale Zugkraft der Gurte ist in der Maßeinheit daN (Dekanewton) angegeben. Als Faustregel sollte der Wert der Zugkraft in daN 25 mal höher sein als die Masse der Ladung in kg. Ein Beispiel für das Verzurren von vier Rädern: Je nach Reifengröße und Felge liegt das Gewicht eines Pkw-Rades zwischen ca. 15 und 25 kg. Die maximale Zugkraft des Gurtes sollte also mindestens 1500 daN (= 4 x 15  x 25) betragen.

    • Einzelne Räder können auch im Fußraum hinter dem Beifahrersitz verklemmt werden, jedoch nur wenn der Beifahrersitz unbesetzt bleibt.

    • Die gesteckten Sicherheitsgurte auf der unbesetzten Rückbank können die Rückenlehne bei einem Unfall so stabilisieren, dass die Räder im Laderaum die vorderen Passagiere nicht zusätzlich gefährden.

    Wenn diese Regeln befolgt werden, kann auch im Falle eines Auffahrunfalls bestmöglich sichergestellt werden, dass die Räder die Fahrzeuginsassen nicht verletzen.

    Weitere Informationen zum Thema Fahrzeugbereifung erhalten Sie bei der Allianz Autowelt.


  • Der Ismaninger Schäfflertanz wird von den Mitgliedern des Bauerntheaters Ismaning aufgeführt. Man hält sich dabei an den siebenjährigen Rhythmus der Münchner Schäffler.

    Es ist ein traditioneller Zunfttanz der Schäffler (Faßmacher).



  • Hierzu wurde ein Versuchsaufbau mit folgenden Details getestet: 

    • Frontalaufprall mit 50 km/h

    • Die Dachbox wurde mit Wintersportausrüstung (Ski, Skischuhe, Eisstock, Getränkeflasche) locker beladen. Die zulässige Tragfähigkeit der Dachbox wurde nicht überschritten.

    • Die Ladung wurde in der Dachbox, wie häufig beobachtbar, nicht gesichert.

       

    Im Crashversuch zeigten sich folgende Ergebnisse:

    • Der ungesicherte Inhalt der Dachbox verlagerte sich aufgrund der wirkenden Beschleunigungskräfte nach vorne, die Ski durchbrachen nahezu ungebremst die Vorderwand der Box.

    • Zudem löste sich die Dachbox teilweise vom Grundträger, weil die einseitig offenen Klemmbefestigungen den Kräften nicht standhielten.


    Das folgende Video verdeutlicht die Folgen einer nicht korrekt beladenen Dachbox bei einem Frontalaufprall mit 50 km/h.



    Aus den beschriebenen Beobachtungen können folgende Empfehlungen abgeleitet werden:

    • Prüfen Sie bei der Verwendung einer Dachbox die zulässige Dachlast.
      Diese finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs. Im Rahmen der Prüfung muss das Gewicht von Dachbox, Dachträger und Ladung zusammengezählt werden.

    • Prüfen Sie auch die Traglast des Dachträgers, die in dessen Bedienungsanleitung angegeben ist.

    • Beladen Sie die Dachbox nicht über deren maximale Zuladung. Schwere Einzelgegenstände, z.B. Skischuhe, sollten unten im Kofferraum und möglichst nicht in der Dachbox verstaut werden. Sperrige Gegenstände, die sich gut verzurren lassen (z.B. Ski) können ebenso wie leichtere Gegenstände (z.B. Bekleidung, Skihelme) in der Dachbox transportiert werden.

    • Beachten Sie bei der Befestigung von Dachträger und Dachbox die Montageanleitung der Hersteller genau. Zu bevorzugen sind Dachboxen, deren Befestigungselemente den Holm des Dachträgers vollständig umschließen.

    • Die Dachbox sollte innen gute Verzurrmöglichkeiten durch stabile Zurrösen und/oder Halterungen zur Sicherung der Ladung bieten. Diese Verzurrvorrichtungen sollten aus Metall gefertigt sein. Kunststoff kann im Winter spröde werden, ist generell schlagempfindlicher und kann z.B. beim unvorsichtigen Beladen durch harte Gegenstände wie z.B. Skibindungen beschädigt werden.

    • Achten Sie beim Fahren mit einer Dachbox auf das veränderte Fahrverhalten des Fahrzeugs. Die höhere Schwerpunktlage macht das Fahrzeug in Kurvenfahrten und beim Bremsen instabiler. Durch die Aufbauten wird auch die Aerodynamik des Fahrzeugs verändert und das Auto wird windanfälliger.

    • Und denken Sie an die veränderte Durchfahrtshöhe! Dies gilt besonders für höhere Fahrzeuge wie z.B. Vans, SUVs etc. bei der Einfahrt in Tiefgaragen.

    • Denken Sie auch daran, bei zusätzlicher Ladung den Reifendruck vor Fahrtantritt zu prüfen bzw. anzupassen.

    • Insgesamt darf die Zuladung mit Passagieren, Gepäck und Aufbauten das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschreiten.

      

    Das AZT wünscht eine gute und unfallfreie Fahrt!

  • Für die besinnliche und winterliche Jahreszeit haben wir noch zwei Sicherheitsempfehlungen:

     

    Beim Transport eines Weihnachtsbaums auf dem Fahrzeugdach ist zu beachten, dass dieser sicher befestigt ist. Einfache Spanngummis reichen nicht aus, wie unser Test zeigt:

    Video: Der Weihnachtsbaum wurde hier nur mit Spanngummies befestigt. Diese halten der Belastung nicht stand.


    Der Baum sollte besser mit Spanngurten befestigt werden (auf das CE-Siegel achten):

    Video: Hier wurde der Weihnachtsbaum mit ordentlichen Spanngurten befestigt und bleibt so sicher auf dem Dach.


    Wertvolle Tipps zum Thema Winterreifen gibt es bei der Allianz Autowelt.

  • Waren in den ersten beiden Filmen das Anschnallen im Auto und das Helmtragen beim Fahrradfahren Thema, wird nun der toten Winkel beim Lkw erklärt. Hierbei erhalten die Experten des AZT prominente Unterstützung von Nina Moghaddam, die gemeinsam mit dem zwölfjährigen Lukas und dem Sicherheitsforscher Carsten Reinkemeyer Einblicke in die Gefahren des toten Winkels gibt und Kindern Tipps erläutert, worauf sie im Straßenverkehr besonders achten müssen.

    Tote Winkel sind nicht oder nur schwer einsehbare Bereiche an Autos, Lkws oder anderen motorisierten Fahrzeugen. Wer schon einmal in einem Lkw saß, weiß, wie schwer der Fahrer das Umfeld überblicken kann. Trotz Spiegel sind Fußgänger und Radfahrer für den Fahrer oft kaum zu erkennen, weil sie sich im toten Winkel befinden. Laut Analysen der Bundesanstalt für Straßenwesen werden fast 700 Radfahrer und Fußgänger pro Jahr bei Unfällen getötet oder verletzt, die auf den toten Winkel beim rechts abbiegenden Lkw zurückzuführen sind.

    Ein wichtiger Grund für die Unfälle ist der Bewegungsablauf des Lkws beim Abbiegen. Um die Kurve nicht zu schneiden, fahren sie erst noch ein Stück geradeaus in die Kreuzung, bevor sie scharf einlenken. Die Hinterräder fahren dabei näher am Straßenrand – z. B. dem Radweg – als die Vorderräder. Das erkennt ein Fahrradfahrer oder Fußgänger zu spät und kann den Gefahrenbereich nicht mehr rechtzeitig verlassen. Deshalb sollten Radfahrer und Fußgänger Lkws nie rechts überholen und das Heck im Auge behalten. „Auch wenn der Radfahrer Vorfahrt hat, sollte er abbremsen und per Schulterblick prüfen, ob die Fahrt wirklich frei ist“, sagt Carsten Reinkemeyer.

    In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) wird die DVD allen Schulen und der Polizei in Deutschland zur Verfügung gestellt. Das Kopieren und Weitergeben zu nicht kommerziellen Zwecken ist ausdrücklich erlaubt.

    Weitere Informationen sind in der Pressemitteilung zum Thema sowie in den Begleitinformationen zur DVD enthalten. 

    3. Sicherheitsfilm der Allianz für Kinder: „Schon gewusst? – der tote Winkel“

    Weitere Videos

    1. Sicherheitsfilm: 
    „Willi Weitzel hat´s geschnallt – Kinder: Richtig anschnallen“

    2. Sicherheitsfilm:
    „Willi Weitzel hat´s geschnallt – Fahrradfahren: Immer mit Helm!“


  • Auf dem 6. Allianz Autotag Ende September im AZT diskutierten Vorstände der Allianz, Experten des AZT und Vertreter der Automobil- und Mobilitätsbranche gemeinsam das Thema „Parken 4.0". Das AZT stellte im Rahmen dessen einen neuen Teststandard für aktiv bremsende Park- und Manövrierschutz-Systeme vor, der gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt wurde.

    Das Thema Parken spielt eine große Rolle im heutigen Verkehrsgeschehen: Die Parkplatzsuche verursacht ein Drittel des Verkehrs in europäischen Innenstädten. 41 Stunden verbringen wir im Jahr durchschnittlich mit der Parkplatzsuche. In Deutschland suchen Autofahrer durchschnittlich zehn Minuten nach einer Parkmöglichkeit und legen dabei eine Strecke von mehreren Kilometern zurück (Quelle: Siemens 2015, Statista 2017). In München dienen 12,5 Prozent der Verkehrsfläche oder mehr als 5.300 Quadratkilometer als Parkraum. Damit liegt München an der Spitze in Deutschland (Quelle: Ubeeqo 2017).

    Für die Versicherungen hat das Thema Parken auch eine große Relevanz. Fast jeder zweite gemeldete Sachschaden in der Kfz-Versicherung ist ein Park- und Rangierunfall. Allein für diese Schäden werden in Deutschland jährlich rund 3,4 Mrd. Euro an Kunden und geschädigte Dritte ausgezahlt. An einer Weiterentwicklung von Park- und Rangierassistenten ist demzufolge nicht nur die Automobilindustrie interessiert. Eine aktuelle Studie des GDV unter Beteiligung des AZT zeigt, dass mithilfe aktiv bremsender Park- und Rangiersysteme zwei Drittel aller Parkunfälle vermieden werden könnten. Dabei geht es um mögliche Einsparungen in einer Größenordnung von 2,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Versicherungswirtschaft. AZT-Leiter Dr. Christoph Lauterwasser fasst es plakativ zusammen: „Einer unserer größten Gegner ist der Poller.“

    Aktuelle technologische Entwicklungen im Automobilbereich sowie zur Unterstützung des Parkverkehrs und deren mögliche Auswirkungen auf die Kfz-Versicherung wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Experten aus den jeweiligen Bereichen diskutiert. Wie es z. B. aussieht, wenn ein Auto in Einpark- oder Rangiersituationen technisch unterstützt aktiv bremst, wurde dem Publikum vor Ort live vorgeführt. Hierzu wurde ein BMW-Kombi zuerst auf einen als Testobjekt dienenden Poller, dann auf ein „Soft Vehicle Target“ zugefahren, um die automatische selbständige Bremsung des Fahrzeugs zu demonstrieren. Diese Szenarien dienten auch zur Veranschaulichung des neuen Teststandards für aktiv bremsende Park- und Manövrierschutz-System, den das AZT gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt hat und der auf dem Autotag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. 

    Weitere Details zum Testverfahren, daraus abgeleitete Empfehlungen der Allianz  und die wichtigsten Positionen der Allianz zum Thema „Parken 4.0“ sind in einer Pressemitteilung zusammengefasst.


    Bilder und Videos

    Zusammenfassender Bericht zum 6. Allianz Autotag

    Podiumsdiskussion zur Zukunft des Parkens mit Vertretern aus Automobilindustrie, Mobilitätsbranche und Versicherung

    Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer des AZT, erläutert den anwesenden Journalisten den neuen Teststandard für aktiv bremsende Park- und Manövrierschutz-Systeme

    „Soft Vehicle Target“ als Testobjekt im Rahmen des neuen Teststandards

    Reverse AEB – Test mit Poller als Testobjekt


  • Diebstahl ist in der Kraftfahrzeugversicherung ein relevantes Thema und zeichnet sich durch hohe Schadendurchschnitte aus. Dies führt bei einer Vielzahl von Fahrzeugmodellen zu deutlich erhöhten Schadenkosten. 

    Aus diesem Grund beschäftigt sich das AZT seit mehreren Jahrzehnten u. a. mit der Diebstahlsicherheit von Fahrzeugen. Ein wichtiges Ergebnis in diesem Zusammenhang war die gesetzliche Einführung der elektronischen Wegfahrsperre für neu zugelassene Pkws ab 1998, die auf erarbeiteten Standards und Anforderungen der Experten des AZT basiert. 

    Heute erlebt die Entwicklung und Integration elektronischer Bauteile in der Automobilindustrie eine neue Dimension, wobei immer mehr innovative vernetzte Komfort- und Kundenfunktionen auf den Markt kommen. Unter anderem bieten erste OEMs ihren Kunden neben den klassischen physischen Fahrzeugschlüsseln, auch einen virtuellen Schlüssel als Zusatzoption beim Fahrzeugkauf an. Hierbei wird das Smartphone zum Autoschlüssel. Der Fahrer öffnet und startet das Fahrzeug künftig über die App, der Schlüssel wird virtuell. 

    Virtuelle Schlüssel und andere digitale After-Sales Dienste basieren auf global vernetzten Systemen. Neben dem Komfortgewinn ergeben sich neue Angriffsvektoren auf Schnittstellen zwischen den Entitäten dieser vernetzten Systeme. Wie steht es beispielsweise um die Datensicherheit, was passiert, wenn das System gehackt wird? 

    Auch für die Versicherung wirft diese Technik viele Fragen auf, insbesondere im Falle eines Totaldiebstahls. Bisher reicht der Kunde für die Regulierung den vollständigen Schlüsselsatz bei der Versicherung ein. Dies gilt grundsätzlich auch für den Virtuellen Fahrzeugschlüssel. Kein Kunde wird dem Versicherer im Falle eines Fahrzeugdiebstahls sein Smartphone zuschicken wollen.

    Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat das AZT das Ökosystem Virtueller Fahrzeugschlüssel analysiert, sich mit bestehenden und neuen potentiell möglichen Risiken und Angriffsvektoren auseinander gesetzt und die Anforderungen an Virtuellen Fahrzeugschlüssel formuliert. Das Ergebnis sind Richtlinien für das Design von Virtuellen Fahrzeugschlüsseln sowie die Speicherung und Verarbeitung der entsprechenden Daten. Damit soll den Autoherstellern ein und technologie- und herstellerunabhängiger Leitfaden an die Hand gegeben werden, der das mit der heutigen Wegfahrsperren erreichte Schutzniveau für den Kunden und sein Fahrzeuges erhält oder steigert.

    Die vier wichtigsten Anforderungen an den Virtuellen Fahrzeugschlüssel

    • Der Virtuelle Fahrzeugschlüssel darf nicht kopierbar sein, analog zum physischen Schlüssel muss erkennbar sein, wie viele Schlüssel im Umlauf sind.

    • Alle berechtigten Fahrzeugnutzer müssen übersichtlich, transparent und unveränderlich für den Kunden – sowie im Schadenfall für die Versicherung – aufgeführt sein. Der Kunde muss zudem bei einem Totaldiebstahl sofort alle Virtuellen Schlüssel nachweisbar zurückziehen können.

    • Die Zugangsberechtigung des Autos muss von der Fahrberechtigung getrennt sein, um das bestehende Schutzniveau der elektronischen Wegfahrsperre nicht zu unterlaufen und die Sicherheit bei zukünftigen Dienstleistungsmodellen wie „Lieferung in den Kofferraum“ zu gewährleisten

    • Die Datenumgebung von Ausführung und Speicherung des Virtuellen Schlüssels muss strikt von sonstigen Applikationen getrennt sein. Alle sicherheitskritischen Daten wie z.B. Berechtigungen und Schlüsselberechnung müssen in einer sicheren Speicher- und Ausführungsumgebung gespeichert bzw. ausgeführt werden.

    Eine vollständige Übersicht der Anforderungen des AZT an Virtuelle Fahrzeugschlüssel finden Sie hier (das Dokument ist nur auf englisch verfügbar): 

    Anforderungen an Virtuelle Fahrzeugschlüssel

    Bilder und Videos

    Berechtigung zum Motorstart mittels Virtuellem Fahrzeugschlüssel

     

    Angriffsvektoren auf das Ökosystem Virtueller Fahrzeugschlüssel

     

     

    Ökosystem Virtueller Fahrzeugschlüssel


  • Wesentliche Erkenntnisse der Versuche waren:

    • Viele marktübliche Fahrradträger sind für den Transport von Pedelecs aufgrund ihres hohen Gewichts nicht geeignet. Das vom Hersteller angegebene zulässige Gesamtgewicht des Trägers muss zwingend beachtet werden. Dies gilt sowohl für Dachträger als auch für Modelle, die an der Anhängerkupplung angebracht werden.

    • Bei Dachträgern muss zusätzlich die maximale Dachtraglast des Pkw berücksichtigt werden.

    • In den Fahrversuchen versagte die Fixierung der Pedelecs. So kam es selbst bei alltäglichen Fahrsituationen zu Beschädigungen am Fahrrad und Pkw. Entscheidend ist also nicht nur die Gesamtlast des Trägers sondern auch die der jeweiligen Halteschiene des Trägers. Wird der einzelne Halter überlastet, bricht er und kann das Pedelec nicht mehr in der Position halten.

    • Bei einem Frontcrashversuch mit einem Dachträger wurden die Pedelecs wie Geschosse vom Dach geschleudert, so dass andere Verkehrsteilnehmer bei einem realen Unfall durch auf diese Weise transportierte Pedelecs ernsthaft gefährdet werden würden. dass

    • Empfehlenswert sind Fahrradträger, die am Fahrzeugheck montiert werden, da sich bei einem Frontalanprall die Pedelecs zusätzlich am Fahrzeug abstützen und somit eher am Pkw gehalten werden können.

    Das Allianz Zentrum für Technik empfiehlt daher den Transport von Pedelcs am Heck des Fahrzeugs. Außerdem sollte man sich vor dem Transport von Pedelecs vergewissern, dass der Träger und die einzelnen Halter für das Gewicht des Pedelecs ausgelegt sind. Während der Fahrt sollte immer wieder bei Pausen kontrolliert werden, ob noch alle Befestigungselemente intakt und die Pedelecs noch fest fixiert sind.

    Details zu den Versuchen und den Ergebnissen zeigt der folgende Film.
     

    Bilder und Videos

    Crashversuch mit Pedelecs auf dem Fahrzeugdach auf dem Test-Schlitten

     

    Fahrversuche (Brems- und Ausweichmanöver) mit Pedelecs auf dem Heckträger

     

     

    Crashversuch mit Pedelecs auf dem Fahrzeugdach auf dem Test-Schlitten

     

    Fahrversuche (Fahrbahnunebenheiten) mit Pedelecs auf dem Heckträger